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Kurzarbeitergeld-Generator_Taylor_Wessing

 

In Zeiten der Coronakrise scheint Legal Tech Lösungen für viele Probleme hervorzubringen. Jetzt hat die internationale Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing ein Tool entwickelt, das Berechnung und Beantragung von Kurzarbeitergeld (KUG) durch ein automatisiertes Verfahren vereinfachen soll.

Bürokratieaufwand erheblich reduzieren

Das Legal Tech-Tool wurde für Unternehmen mit bis zu 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickelt, ist kostenlos und steht der Allgemeinheit unter twlegaltech.de/Kurzarbeit  zur Verfügung. Laut offizieller Pressemitteilung handele es sich dabei um eine „All-in-One-Lösung“, bei der der individuelle Anspruch von KUG für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter ermittelt werden könne. Dabei werden zum Beispiel für den Antrag erforderliche Daten wie Versicherungsnummer oder Lohnsteuerklasse automatisch in das entsprechende Formular der Bundesagentur für Arbeit übertragen. Der bürokratische Aufwand, den ein KUG-Antrag mit sich bringt, werde damit erheblich reduziert, so Taylor Wessing.

So wird der Ablauf bei der Nutzung des KUG-Generators beschrieben:

  • Excel-Mustertabelle herunterladen,
  • Rohdaten eintragen und Tabelle hochladen,
  • Automatisierung starten und Antragsformular für den Versand ausdrucken.

Mandat gab Anstoß für KUG-Generator

Angestoßen wurde die Entwicklung des Generators am Frankfurter Standort der Wirtschaftskanzlei. Arbeitsrechtler Dr. Robert Bauer hörte von seinem Mandanten, wie umständlich und zeitaufwendig die Beantragung von KUG vor allem für Unternehmen mit vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei. „Das hat mich bewogen, zusammen mit unseren Legal Tech-Experten eine Lösung zu finden“, erläuterte Bauer in der Pressemitteilung. TW Legal Tech – ein Tochterunternehmen von Taylor Wessing, das auf die Entwicklung von Legal Tech-Anwendungen spezialisiert ist – unterstützte Bauer bei der Umsetzung des Generators, die nur wenige Tage in Anspruch genommen habe.

Legal Tech-Tool ersetzt individuelle Rechtsberatung nicht

Nach Angaben von Martin Gerner, Geschäftsführer von TW Legal Tech, berücksichtigte der KUG-Generator sämtliche Anforderungen an Datenschutz und Arbeitsschutzrecht. Von der eigenen Sorgfaltspflicht könne er Nutzerinnen und Nutzer jedoch nicht entbinden. Eine verbindliche Rechtsberatung und Garantie auf Fehlerlosigkeit sei hier nicht der Anspruch. Man sei weiterhin „allein dafür verantwortlich, fehlerfreie Anträge einzureichen“, so der Hinweis in der Pressemitteilung. Eine verbindliche Rechtsberatung könne das Tool nicht ersetzen, aber dennoch erheblich vereinfachen.

Foto: Taylor Wessing

 

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